Bee Chapel HafenCity Terence Koh
Terence Koh, Bee Chapel, 2015, Foto: Terence Koh
Terence Koh, the whole earth, 2017; Foto: Morán Morán
Terence Koh, sail forth road the roadrunner runs forth yet still hear, 2016; Foto: Morán Morán
Terence Koh, power, sun, rainbow, 2017; Foto: Morán Morán
bee chapel 2015, Foto: Terence Koh
Terence Koh, Bee Chapel, 2015, Foto: Terence Koh
Terence Koh, the whole earth, 2107; photo: Morán Morán
Terence Koh, the whole earth, 2017; Foto: Morán Morán
Terence Koh, sail forth road the roadrunner runs forth yet still hear, 2016; photo: Morán Morán
Terence Koh, sail forth road the roadrunner runs forth yet still hear, 2016; Foto: Morán Morán
Terence Koh, power, sun, rainbow, 2017; Foto: Morán Morán
Terence Koh, power, sun, rainbow, 2017; Foto: Morán Morán
11:00 bis 18:00
Montags geschlossen.

Für IMAGINE THE CITY hat der chinesisch-kanadische Künstler Terence Koh die begehbare Installation Bee Chapel HafenCity entwickelt, in der er Besucher persönlich zum Verweilen einlädt. Einen Monat lang inszeniert Koh die Garteninstallation am Störtebeker Ufer als offenes Refugium und open air Aufenthaltsort - für sich selbst, für die Gäste des Gartens und einen lebendigen Bienenschwarm.  

Auf einer Grünfläche am Magdeburger Hafen installiert Koh einen utopischen Garten, der im belebtesten Teil der HafenCity für Entschleunigung sorgt: die Installation beherbergt eine Bienenkapelle, einen Kräuter- und Blumengarten für die Bienen und die Zubereitung verschiedener Tees sowie ein umgebautes Bootshäuschen, das dem Künstler als Rückzugsort dient.
Seine Skulptur Bee Chapel bietet Raum für eine Person und ermöglicht eine intime Begegnung mit dem darin lebenden Bienenvolk. Sicher durch ein Netz von ihnen getrennt, kann die Besucherin dem Treiben der Insekten dennoch mit allen Sinnen folgen und ihnen bei der Arbeit zuschauen, -hören sowie ihren Honig riechen.
Kohs eigenes Refugium basiert auf einer 5,70 Meter langen umgebauten Jolle, einem sogenannten Pirat, der Platz zum Schlafen, Kochen und für die Bewirtung von Gästen bietet.

Koh realisierte die Bee Chapel erstmals 2015 auf seinem Grundstück im Norden des Bundesstaates New York als Reaktion auf die Lektüre des indischen Philosophen Krishnamurti, für den gesellschaftliche Veränderung bei sich selbst beginnt, und zwar jeden Moment aufs Neue. Die Skulptur markiert einen Richtungswechsel in seiner Arbeitsweise: In den Nullerjahren international bekannt für extravagante Performances und Installationen, die ausschließlich auf der Farbe Weiß basierten, beschäftigt sich der Künstler seither intensiv mit Bienen, Gärten und alternativen Lebenskonzepten. Seit seinem Umzug nach Kalifornien spielen auch Boote in seinen vielfach an traditionellen Ritualen orientierten Projekten eine wichtige Rolle. Bee Chapel HafenCity verknüpft diese drei Elemente zu Kohs erster Installation im öffentlichen Raum, die Anwohner, zufällige Passanten und das Fachpublikum gleichermaßen adressiert.
Für die Umsetzung hat der Künstler eng mit lokalen Kulturproduzenten zusammengearbeitet. Vor seiner Abreise aus Hamburg Ende August übergibt er die Bienenkapelle an das benachbarte Ökumenische Forum HafenCity. Auf dem Dachgarten des Vereins, bestehend aus 22 christlichen Kirchen, bleibt die Bienenkapelle langfristig öffentlich zugänglich.

Terence Koh wurde in Peking, China geboren, wuchs im kanadischen Bundesstaat Ontario auf und besuchte das Emily Carr Institut für Kunst und Design in Vancouver. Einzelausstellungen u.a. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt, Deutschland (2011); MUSAC, León, Spanien (2008); Whitney Museum for American Art, New York (2007); Kunsthalle Zürich, Schweiz (2006); Wiener Secession, Österreich (2005). Kohs Werke sind in Sammlungen wie dem Armand Hammer Museum in Los Angeles, der Jumex Collection in Mexiko-Stadt, dem MOCA in Los Angeles; MUSAC, León; MoMA in New York, der Tate Modern in London und dem Whitney Museum of American Art in New York vertreten.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Canada Council for the Arts. Mit Unterstützung von Andere Zeiten e.V. und der Botschaft von Kanada.

Zusätzlicher Dank gilt unseren Projektpartnerinnen: Till Richter, Lea Kissing, Anna Mieves / bauer + planer, Gunnar Weidt / Mellifera e.V., Henning Klahn / Ökumenisches Forum HafenCity, Marita Krempl, Jürgen Lohfink / Grau trifft Grün, Daniela Kebschull / 25 Hours Hotel, Brigitte Witthoefft / HafenCity Hamburg GmbH.

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