Bee Chapel HafenCity Terence Koh
Terence Koh, Bee Chapel, 2015, Foto: Terence Koh
Terence Koh, the whole earth, 2017; Foto: Morán Morán
Terence Koh, sail forth road the roadrunner runs forth yet still hear, 2016; Foto: Morán Morán
Terence Koh, power, sun, rainbow, 2017; Foto: Morán Morán
bee chapel 2015, Foto: Terence Koh
Terence Koh, Bee Chapel, 2015, Foto: Terence Koh
Terence Koh, the whole earth, 2107; photo: Morán Morán
Terence Koh, the whole earth, 2017; Foto: Morán Morán
Terence Koh, sail forth road the roadrunner runs forth yet still hear, 2016; photo: Morán Morán
Terence Koh, sail forth road the roadrunner runs forth yet still hear, 2016; Foto: Morán Morán
Terence Koh, power, sun, rainbow, 2017; Foto: Morán Morán
Terence Koh, power, sun, rainbow, 2017; Foto: Morán Morán
11:00 bis 18:00
13:00 bis 18:00 an Samstagen.
Sonntags geschlossen.

Nachdem die Installation Bee Chapel HafenCity des kanadischen Künstlers Terence Koh am Störtebeker Ufer Anwohnerinnen, Kunstbegeisterte und Passanten im August gleichermaßen begeisterte, hat sie nun auf dem Dach des Ökumenischen Forums HafenCity ein neues zuhause gefunden. Den Winter über erholen sich die Bienen an einem geschützten Ort, bevor sie im kommenden Frühjahr zurück in die Bienenkapelle ziehen und die Bee Chapel HafenCity wieder für Besucher zugänglich ist.
Im August installierte Koh auf einer Grünfläche am Magdeburger Hafen einen utopischen Garten, der im belebtesten Teil der HafenCity für Entschleunigung sorgte: die Installation beherbergte neben der Bienenkapelle, einen Kräuter- und Blumengarten für die Bienen und die Zubereitung verschiedener Tees sowie ein umgebautes Bootshäuschen, das dem Künstler als Rückzugsort diente. Kohs eigenes Refugium basierte auf einer 5,70 Meter langen umgebauten Jolle, einem sogenannten Pirat, der Platz zum Schlafen, Kochen und für die Bewirtung von Gästen bot.
Die Skulptur Bee Chapel bietet Raum für eine Person und ermöglicht eine intime Begegnung mit dem darin lebenden Bienenvolk. Sicher durch ein Netz von ihnen getrennt, kann die Besucherin dem Treiben der Insekten dennoch mit allen Sinnen folgen und ihnen bei der Arbeit zuschauen, -hören sowie ihren Honig riechen. Auf dem Dachgarten des Ökumenischen Forum HafenCity, einem Verein bestehend aus 22 christlichen Kirchen, ist dieser Teil der Installation weiterhin langfristig öffentlich zugänglich.
Koh realisierte die Bee Chapel erstmals 2015 auf seinem Grundstück im Norden des Bundesstaates New York als Reaktion auf die Lektüre des indischen Philosophen Krishnamurti, für den gesellschaftliche Veränderung bei sich selbst beginnt, und zwar jeden Moment aufs Neue. Die Skulptur markiert einen Richtungswechsel in seiner Arbeitsweise: In den Nullerjahren international bekannt für extravagante Performances und Installationen, die ausschließlich auf der Farbe Weiß basierten, beschäftigt sich der Künstler seither intensiv mit Bienen, Gärten und alternativen Lebenskonzepten. Seit seinem Umzug nach Kalifornien spielen auch Boote in seinen vielfach an traditionellen Ritualen orientierten Projekten eine wichtige Rolle. Bee Chapel HafenCity verknüpfte diese drei Elemente zu Kohs erster Installation im öffentlichen Raum, die Anwohner, zufällige Passanten und das Fachpublikum gleichermaßen adressierte.
Für die Umsetzung hat der Künstler eng mit lokalen Kulturproduzenten zusammengearbeitet.
Terence Koh wurde in Singapur geboren, wuchs im kanadischen Bundesstaat Ontario auf und besuchte das Emily Carr Institut für Kunst und Design in Vancouver. Einzelausstellungen u.a. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt, Deutschland (2011); MUSAC, León, Spanien (2008); Whitney Museum for American Art, New York (2007); Kunsthalle Zürich, Schweiz (2006); Wiener Secession, Österreich (2005). Kohs Werke sind in Sammlungen wie dem Armand Hammer Museum in Los Angeles, der Jumex Collection in Mexiko-Stadt, dem MOCA in Los Angeles; MUSAC, León; MoMA in New York, der Tate Modern in London und dem Whitney Museum of American Art in New York vertreten.

Die Installation wird gefördert durch das Canada Council for the Arts. Mit Unterstützung von der NUE Stiftung aus Mitteln der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie, Andere Zeiten e.V. und der Botschaft von Kanada.

Zusätzlicher Dank gilt unseren Projektpartnerinnen: Till Richter, Lea Kissing, Anna Mieves / bauer + planer, Gunnar Weidt / Imkerverein Hamburg-Altona e.V. und Mellifera e.V., Henning Klahn / Ökumenisches Forum HafenCity, Marita Krempl, Jürgen Lohfink / Grau trifft Grün, 25 Hours Hotel HafenCity, Brigitte Witthoefft / HafenCity Hamburg GmbH.

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